MINT am JMF-Gymnasium

  

Das Johann-Michael-Fischer Gymnasium ist dank des hervorragenden Angebotes im MINT-Bereich, damit sind die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zusammengefasst, im Anwärterstatus für das nationale MINT-EC-Netzwerk.

  

Unsere Ziele dabei sind

 

  • Die Förderung des Interesses, vor allem auch bei Mädchen, an MINT-Fächern im Allgemeinen
  • Die nachhaltige Förderung MINT-spezifischer Arbeitsweisen und Denkprozesse
  • Der Erwerb wesentlicher Kenntnisse und Fertigkeiten für eine aktive und verantwortungsbewusste Teilhabe an der Gesellschaft
  • Die Schulung des Umweltbewusstseins und der Förderung nachhaltigen Handelns
  • Die Organisation von möglichen Einblicken in Studien- und Berufsgänge im MINT-Sektor für unsere Schüler
  • Die Sensibilisierung und Förderung unserer Schüler im sicheren Umgang mit digitalen Medien und deren vielfältigen Einsatzmöglichkeiten
  • Die Förderung spezieller Begabungen im MINT-Bereich
  • Die Würdigung besonderer Leistungen im MINT-Bereich

 

Um dieser Zielsetzung gerecht zu werden, bietet das JMF Folgendes an:

 

 

MINT im Unterricht

 

Unser MINT-Angebot reicht von geteilten Praxis- und Profilstunden im Natur und Technik Unterricht der Unterstufe und im Physik- und Chemie-Unterricht der Mittelstufe, über das Angebot vieler MINT-P-und W-Seminare oder eines biologisch-chemischen Praktikums bzw. eines Geologiekurses in der Oberstufe bis zu fachbereichsübergreifenden Unterrichtsprojekten. Dazu kommt ein vielfältiges Programm an Wahlkursen wie Imkern, Robotik oder der AG Schulgarten. Die AG Imkern führt seit dem Schuljahr 2017/18 jährlich wiederkehrende Projekttage zum Thema Bienen und Honiggewinnung für alle 8. Klassen durch, um die Arbeit in der AG möglichst vielen Schülern durch praktische Erfahrungen näher zu bringen. Ein in Zusammenarbeit der Fachschaften Biologie, Physik und Chemie erarbeitetes Unterrichtskonzept zum Thema Bionik führt dieses von Jahrgangsstufe 5 bis einschließlich 7 lehrplanbezogen fort und macht die Schüler anhand verschiedener Beispiele mit den Grundlagen der Bionik vertraut. Im Anschluss daran werden in der 8. Klasse in Zusammenarbeit mit der Nanoinitiative Bayern e.V. Nanotechnologie-Projekttage durchgeführt, die in vielen Bereichen an Bionikthemen anknüpfen und die Entwicklung von Projekten für die Teilnahme am bayerischen Nanotechnologiepreis im Auge haben.

 

 

MINT in Wettbewerben

 

Das schulinterne MINT-Wettbewerbskonzept baut durch die Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in naturwissenschaftlichen und projektorientierten Arbeitsmethoden gezielt auf und entwickelt sie weiter.

In der Unter- und frühen Mittelstufe wird vor allem die Teilnahme an den Wettbewerben Experimente antworten, Schüler experimentieren/Jugend forscht, Echt kuh`l, Physik im Advent und den Mathematik-Wettbewerben Pangea, Känguru, der Fürther Mathematik Olympiade und am Landeswettbewerb Mathematik beworben und oft klassenweise durchgeführt.

Durch die Organisation und Durchführung schulinterner Wettbewerbe werden bei den Schülern für die Projekt- und Gruppenarbeiten geforderte Kompetenzen unterrichtsbegleitend betreut und somit gezielt geschult. So werden schulinterne Wettbewerbe in Physik (in Planung) und in Mathematik durchgeführt als auch verpflichtend für alle Schüler des NTG-Zweiges der 8. und 9. Jahrgangsstufe eine Wissenschaftsmesse vorbereitet und durchgeführt, bei der sie in Gruppen von 2-3 Schülern ein Projekt aus dem MINT-Bereich bearbeiten und präsentieren.

In der späten Mittelstufe und in der Qualifikationsphase werden dann die erlernten Kompetenzen in weiterführenden Wettbewerben, wie z.B. Jugend forscht, den naturwissenschaftlichen Olympiaden und DECHEMAX, und für die Arbeiten in den P- und W-Seminaren angewendet und erweitert.

 

 

MINT in Gesellschaft und Umwelt

 

Der Arbeitskreis Energie und Umwelt hat es sich mit seinem Projekt „Ressourcen erhalten und verwalten“ zum Ziel gemacht, unseren Schülern von der Unterstufe an die Möglichkeit zu geben, sich aktiv, entsprechend der jeweiligen Begabungen und Neigungen,  für Klima- und Umweltschutz einzusetzen. Das Angebot reicht dabei von Unterrichts- und Wettbewerbsprojekten über die Wahlkurse bis hin zu Exkursionen und Informationsveranstaltungen. So wird z.B. für die Schüler der 5. Jahrgangsstufe ein Vortrag zu den Folgen von Plastikmüll und seiner Vermeidung organisiert und jedes Jahr eine Filmvorführung für die 10. Klassen zum Thema Energiewende veranstaltet.

 

 

MINT-Förderung mit außerschulischen Partnern.

 

In der Unterstufe werden im Natur- und Technikunterricht in Zusammenarbeit mit der LBV-Umweltstation jährlich wiederkehrend Vorträge zum Thema Vögel oder Angebote für praktisches Arbeiten im Bereich Gewässerkunde genutzt. In Zusammenarbeit mit der Nanoinitiative Bayern e.V. werden die Nanotechnologie-Projekttage der 8. Jahrgangsstufe durchgeführt. Mit zahlreichen Kooperationspartnern aus regionalen Unternehmen und Vereinen sowie Universitäten und Hochschulen stehen vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung, den MINT-Bereich auch über den Unterricht hinaus zu fördern, Projektarbeiten durch die Nutzung besonderer Gerätschaften oder Laborausstattungen zu unterstützen, Einblicke in Arbeits- und Forschungsprozesse im MINT-Bereich zu ermöglichen und somit für unsere Schüler Verbindungen für die spätere Studien- oder Berufswahl zu schaffen. So wird in Zusammenarbeit mit der Universität Regensburg ein Genetikpraktikum für Schüler der Q11 durchgeführt.

 

Naturwissenschaftliche Vortragsreihen für die Öffentlichkeit ermöglichen es uns, MINTrelevante Inhalte auch außerschulisch zu multiplizieren.

 

 

MINT in der Medienerziehung

 

Das JMF ist "Referenzschule für Medienbildung". Durch die Erarbeitung eines schulspezifischen Medien- und Methodencurriculums (MMC), die Erstellung und Durchführung eines schulinternen Fortbildungskonzeptes zu den Themen sichere Mediennutzung, Medienrecht, Tablet und Datenschutz sowie durch weitere Maßnahmen in diesem Schulentwicklungsprojekt (z. B. Modernisierung der schulischen Medienausstattung, Einführung von Medienmanagern in jeder Klasse, Abhalten eines Medientags, Informationsveranstaltungen zu aktuellen Medienthemen, Implementierung eines Online-Buchungssystems für den Elternsprechtag, ...) wird die optimale Nutzung der neuen Medien im Schulalltag und die Verbesserung des Unterrichts mit und über Medien vorangetrieben. Diese Ziele verfolgt auch die Einrichtung einer Tablet-Klasse. Das JMF-Gymnasium ist Pilotteilnehmer am MINT-EC-Themencluster „HPI Schulcloud“, in dem Verbesserungsmöglichkeiten der digitalen Infrastruktur erarbeitet und multipliziert werden sollen. Im Fach Mathematik blickt das JMF auf eine langjährige Erfahrung mit CAS-Rechnern (Grafikrechner mit einem Computer-Algebra-System) im Mathematikunterricht ab der 10. Jahrgangsstufe zurück. In der 10. Jahrgangsstufe lernen alle Schülerinnen und Schüler das CAS-Gerät kennen. Für die Qualifizierungsphase treffen sie gegen Ende der 10. Jahrgangsstufe die Entscheidung, ob sie mit oder ohne CAS weiterlernen möchten.

 

 

 

 

MINT in der Begabtenförderung

 

Auch die Begabtenförderung legt einen Schwerpunkt auf die MINT-Förderung. Innerschulisch wird dabei für Mädchen ab der 9. Jahrgangsstufe gezielt das Online-Förderprogramm Cyber-Mentor vorgestellt und die Schülerinnen bei einer Anmeldung für das Programm unterstützt. Die Jahrgangsstufenbesten im Fach Chemie in der 8., 9. und 10. Jahrgangsstufe werden einmal jährlich zu einem Praktikumstag mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten an die Universität Regensburg eingeladen (die Gesamtkosten trägt der Elternbeirat der Schule). Ein besonderes Angebot der Begabtenförderung im Bereich Informatik besteht durch die schuleigene IT-Firma „Pentagon“, in der wissens- und leistungsauffällige Schüler durch praxisbezogenes Arbeiten bei wöchentlichen Treffen gezielt gefördert werden. Für außerschulische Angebote wie z.B. MINT-EC-Angebote, Mädchen für Technik-Camps, 2°Klimaschutz-Campus oder Anderes werden über gezieltes Monitoring durch die Fachschaften bzw. die Koordinatoren für Begabtenförderung aus allen Jahrgangsstufen und MINT-Fächern geeignete Kandidaten gesucht, gezielt angesprochen und bei einer Anmeldung unterstützt.

 

 

Besondere MINT-Leistungen

 

Für besondere Leistungen bei MINT-Projekten, Arbeitsgemeinschaften, den Energie- und Medienmanagern, der Teilnahme am „Pentagon“ oder der Teilnahme an der Wissenschaftsmesse erhalten unsere Schüler Zertifikate und Urkunden, die diese Leistungen für jedes Schuljahr entsprechend dokumentieren und honorieren. In der 7. Klassen besteht für unser Schüler die Möglichkeit, einen Medienführerschein zu erwerben. Durch die Verleihung des MINT-EC-Zertifikats seit dem Schuljahr 2015/16 können Schülerleistungen im MINT-Bereich allgemein noch besser gewürdigt werden.

 

 

Bildungsziele der MINT-Fächer

 

Die Lebenskompetenzen unserer Schüler zu stärken ist uns ein zentrales Anliegen, das unsere Schüler über ihre gesamte Schullaufbahn hinweg begleitet und sie in unterschiedlichen Jahrgangsstufen ihrem Alter gerecht zur Reflexion anregt. Die Aktivitäten im MINT-Bereich haben dabei vor allem zum Ziel, Vorurteile oder Berührungsängste abzubauen, Neugierde auf naturwissenschaftliche Fragestellungen zu wecken, die naturwissenschaftlichen Kompetenzen und Interessen der Schüler zu fördern und den Heranwachsenden durch Vermittlung naturwissenschaftlicher Grundkenntnisse geeignete Orientierungshilfen in einer hochtechnisierten Welt mit auf den Weg zu geben. Die Mathematik hat sich über Jahrtausende als Kulturleistung der Menschheit entwickelt. Sie erfasst Aspekte der Wirklichkeit und erarbeitet Begriffe, Theorien, Strukturen und Modelle. Unter Wahrung ihrer Eigenständigkeit bietet sie Ideen und Methoden zur Lösung von Problemen aus unterschiedlichsten Disziplinen an; sie liefert als dynamische Wissenschaft wesentliche Beiträge zur Beschreibung und Gestaltung unserer Welt. Mathematik und deren Anwendung ist traditionell ein charakteristischer Teil der Sprache der Naturwissenschaften und der Technik. Aber auch in Wirtschaft und Politik sowie in den Sozialwissenschaften bilden mit mathematischen Methoden gewonnene Aussagen häufig die Grundlage für Entscheidungen von weitreichender Bedeutung.  In der Physik werden Naturphänomene sowie Aufbau und Eigenschaften der Materie und des Universums modellhaft beschrieben. Das Wechselspiel von Modellbildung und experimentellen Untersuchungen ist kennzeichnend für die physikalische Forschung. Ihre Methoden der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung sind beispielhaft für die anderen Naturwissenschaften. Als Grundlage technischer Entwicklungen in Medizin, Arbeitswelt, Ökologie, Kommunikation usw. beeinflussen physikalische Erkenntnisse und Vorgehensweisen maßgeblich das Leben jedes Einzelnen sowie die regionalen und globalen gesellschaftlichen Strukturen; sie berühren damit auch ethische Fragestellungen. Das Wissen um Stoffeigenschaften und Stoffumwandlungen dient der Menschheit seit Anbeginn dazu, sich in der Auseinandersetzung mit der Natur zu behaupten. Die Chemie gibt der Beschäftigung mit Stoffen und Stoffumwandlungen ein exaktes naturwissenschaftliches Fundament. Aufgrund ihrer Erkenntnisse und ihrer weitreichenden Anwendungen ist sie eine naturwissenschaftliche Basisdisziplin. Als wesentliche Grundlage technischer und wirtschaftlicher Entwicklungen eröffnet die Chemie Wege für die Gestaltung unserer Lebenswelt. In der Ernährungssicherung, der Energieversorgung, der Werkstoffproduktion, der Informationstechnologie sowie der Bio- und Gentechnik stellt sie eine wesentliche Säule unserer Zivilisation dar. Das Fach Informatik zeigt den Heranwachsenden Wege,  alltäglichen Herausforderungen in unserer global vernetzten Kommunikations- und Informationsgesellschaft angemessen und kompetent zu bewältigen. Aufbauend auf systematischem und zeitbeständigem Basiswissen über Funktionsweise und innere Struktur informationstechnischer Systeme erwerben die Schülerinnen und Schüler im Informatikunterricht ein breit gefächertes Kompetenzspektrum. Dieses versetzt sie in die Lage, Informationstechnologie sachgerecht und verantwortungsvoll zu nutzen und zudem deren grundsätzliche Möglichkeiten, Grenzen und Gefahren zu beurteilen. Darüber hinaus werden sie befähigt, Lösungen für informatische Problemstellungen selbständig und im Team zu entwickeln. Der Beitrag der Biologie zur Welterschließung liegt in der Auseinandersetzung mit dem Lebendigen. Biologische Erkenntnisse haben für die Medizin und in den Bereichen Ernährung, Gentechnik, Biotechnologie und Umwelt hohe gesellschaftliche Relevanz und gewinnen in der technischen Anwendung zunehmend wirtschaftliche Bedeutung. Das Fach Biologie fördert durch die Auseinandersetzung mit diesen Themen sowie den Arbeitsmethoden und Denkweisen der Fachwissenschaft die Kompetenzen, die Schüler für eine naturwissenschaftlich-technische Berufsorientierung, aber auch für die aktive Teilhabe an der öffentlichen Diskussion benötigen. Die Erkenntnisse der Humanbiologie oder die Sichtweise der Evolutionstheorie beeinflussen überdies in hohem Maß unser Selbstverständnis und unser Weltbild. Die von der Natur ausgehende Faszination und das Wissen, dass der Mensch seine Umwelt tiefgreifend beeinflusst, zugleich aber Teil derselben ist, führen die Schüler zur Achtung vor dem Lebendigen und zur Verantwortlichkeit des Menschen für sein Handeln.