1. Schulübergreifendes Begabtenseminar

Bereits zum vierten Mal veranstaltete das Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums Burglengenfeld ein schulübergreifendes Begabtenseminar mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt. Neben zehn herausragenden Schülern der 10. Jahrgangsstufe des JMF-Gymnasium, begrüßte Schulleiterin OStDin Dr. Beate Panzer auch ausgewählte Schüler des Ortenburg-Gymnasiums Oberviechtach, die traditionell jedes Jahr zu dieser besonderen Veranstaltung ans Burglengenfelder Gymnasium kommen. Auch dieses Mal gelang es dem JMF-Gymnasium, für das Seminar hochkarätige Referenten zu gewinnen. Der Vormittag beinhaltete einen Workshop mit dem Thema „Speedreading – Filtern im Sekundentakt“. Die Referentin Lisa Schuhbießer aus Regensburg zeigte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, wie sie ihre individuelle Lesegeschwindigkeit deutlich steigern können, ihr Textverständnis dabei verbessern und darüber hinaus aus Texten wesentliche Inhalte extrahieren können. In praktischen Übungen trainierten die Schüler ihre Augen und wendeten von der Vortragenden erläuterte Strategien und Techniken an. Hilfreiche Hinweise und professionelles Feedback seitens der Trainerin trugen nicht nur zur hohen Motivation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei, sondern führten tatsächlich schnell zu einer deutlichen Verbesserung des individuellen Lesetempos. Im Anschluss an die Mittagspause fand ein naturwissenschaftlicher Vortrag mit dem Titel „Faszination Vogelzug“ statt. Der Referent Prof. Dr. Franz Bairlein gilt als der berühmteste deutsche Vogelforscher und präsentierte in einem lebendigen Vortrag die neuesten internationalen Forschungsergebnisse über das Zugverhalten der Vögel. Im Anschluss diskutierte er mit den Schülern über die naturwissenschaftlichen Methoden der Erkenntnisgewinnung und stellte sich den zahlreichen Fragen zu seinem Forschungsgebiet.

 (Foto: M. Strauß)

  1. Vortrag „Zugvögel im Klimawandel“

Prof. Dr. Franz Bairlein gilt als der berühmteste deutsche Vogelforscher. Vor über 70 interessierten Zuhören in der Aula veranschaulichte er in einem wissenschaftlich fundierten Vortrag, inwiefern der derzeit allgegenwärtige Klimawandel deutliche „Fingerabdrücke“ auch in der heimischen Vogelwelt hinterlässt. Im Zusammenhang mit seinen Forschungsschwerpunkten erläuterte Prof. Dr. Franz Bairlein unter anderem das veränderte Zugverhalten heimischer Vögel und wie sich Zugstrecken, Aufenthaltszeiträume, die Brutbiologie und damit direkt die Überlebenschancen von Zugvögeln durch den Klimawandel verändern. Sie kehren z.B. im Frühjahr früher aus ihren Winterquartieren zurück oder ihre Abzugszeiten im Herbst verändern sich. In Kombination mit einer erhöhten Durchschnittstemperatur in vielen Ländern, einem dadurch veränderten Nahrungsangebot und gleichzeitig immer weniger Regen unter anderem im Mittelmeergebiet ergeben sich dramatische Folgen für Zugvögel. sich die Natur und auch die Tierwelt in Zeiten des Klimawandels drastisch verändern. Zum Schluss diskutierte Prof. Bairlein die Anpassungsfähigkeit der Vogelarten. Diese sei jedoch nur gegeben, wenn viele Individuen der jeweiligen Art sowie unterschiedliche Lebensräume vorhanden sind. Daher müsse Lebensraumschutz die oberste Maxime des Handelns sein.  

               

(Fotos: M. Schaller)


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