Feierliche Aufnahme: Nach der Anwartschaft wird das Johann-Michael-Fischer-Gymnasium Burglengenfeld Vollmitglied im nationalen Excellence-Schulnetzwerk für MINT-Spitzenförderung

 

Foto (M. Beer):

von l.n.r.:  Wolfgang Gollub (Vorstandsvorsitzender MINT-EC), Schulleiterin OStDin Dr. Beate Panzer und 
Gerald Heinze ( Abteilungsleiter für allgemeinbildende Schulen/Kindertagesbetreuung im Staatsministerium für Kultus)

 

Am 08. November wurde das Johann-Michael-Fischer-Gymnasium Burglengenfeld auf der MINT-EC-Schulleitertagung 2019 in Dresden offiziell als Vollmitglied in das nationale Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC aufgenommen. Die Schulleiterin Dr. Beate Panzer nahm dort die Mitgliedsurkunde von Gerald Heinze, Abteilungsleiter für allgemeinbildende Schulen/Kindertagesbetreuung im Staatsministerium für Kultus, und Wolfgang Gollub, Vorstandsvorsitzender MINT-EC, entgegen.

 

Aufgrund der Anstrengungen in den letzten Jahren, wie der stärkeren Vernetzung mit zahlreichen Kooperationspartnern aus regionalen Unternehmen und Vereinen sowie Hochschulen und Universitäten (z. B. MINT-Camp an der Universität Regensburg), der Mitarbeit am MINT-EC-Themencluster „HPI Schulcloud“ oder dem schulinternen MINT-Wettbewerbskonzept und Auszeichnungen bei „Jugend forscht“ konnte das Gymnasium Burglengenfeld sein hervorragendes MINT-Profil beweisen.

„Die neu aufgenommenen Schulen kommen in ein lebendiges Netzwerk mit vielfältigen Angeboten, Gestaltungs- und Kooperationsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Schulleitungen“, sagt Wolfgang Gollub, Vorstandsvorsitzender MINT-EC, „das sind beste Voraussetzungen für die weitere Schulentwicklung.“ Bereits im Juli tagte die Fachjury in Berlin, um über die 48 eingegangen Bewerbungen im MINT-EC- Auswahlverfahren 2019 zu entscheiden. Zehn Schulen wurde von der Jury ein hervorragendes MINT-Profil attestiert, welches sie für das nationale Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC qualifiziert. Interessierte Schulen können sich einmal jährlich bewerben und am MINT-EC-Auswahlverfahren teilnehmen. Die Schulen müssen qualitative und quantitative Kriterien erfüllen und ein anspruchsvolles und umfassendes MINT-Profil nachweisen. Besondere Beachtung findet auch das Medienkonzept einer Schule, das einen fächerübergreifenden Medien- und Methodenlehrplan, ein schulisches Ausstattungskonzept und einen Fortbildungsplan enthalten sollte.

Als MINT-EC-Schule darf das Johann-Michael-Fischer-Gymnasium Burglengenfeld außerdem das von der Kultusministerkonferenz (KMK) anerkannte MINT-EC-Zertifikat verleihen. Das MINT-EC-Zertifikat würdigt das MINT-Engagement von Schülerinnen und Schülern während ihrer gesamten Schullaufbahn. Es bietet Hochschulen und Wirtschaftsunternehmen eine verlässliche, von den Schulsystemen der Länder unabhängige Einordnung der Schülerleistungen.

Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums besichtigten Eurofighter (TaktLwG 74) in Neuburg an der Donau

 

Interessierte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums Burglengenfeld wollten sich aus erster Hand über die Berufsmöglichkeiten bei der Luftwaffe der Bundeswehr informieren. In Absprache mit Herrn Amtmann Miedl (Karrierecenter der BW in Weiden) und den Oberstufenkoordinatoren Blaha und Deml wurde eine Fahrt nach Neuburg an der Donau zum taktischen Luftwaffengeschwader 74 (TaktLwG 74) ermöglicht. Neben der eindrucksvollen Besichtigung des Eurofighters konnten sich einige Schüler am Flugsimulator unter Beweis stellen.

 

 

Foto: Freymann

  1. Schulübergreifendes Begabtenseminar

Bereits zum vierten Mal veranstaltete das Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums Burglengenfeld ein schulübergreifendes Begabtenseminar mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt. Neben zehn herausragenden Schülern der 10. Jahrgangsstufe des JMF-Gymnasium, begrüßte Schulleiterin OStDin Dr. Beate Panzer auch ausgewählte Schüler des Ortenburg-Gymnasiums Oberviechtach, die traditionell jedes Jahr zu dieser besonderen Veranstaltung ans Burglengenfelder Gymnasium kommen. Auch dieses Mal gelang es dem JMF-Gymnasium, für das Seminar hochkarätige Referenten zu gewinnen. Der Vormittag beinhaltete einen Workshop mit dem Thema „Speedreading – Filtern im Sekundentakt“. Die Referentin Lisa Schuhbießer aus Regensburg zeigte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, wie sie ihre individuelle Lesegeschwindigkeit deutlich steigern können, ihr Textverständnis dabei verbessern und darüber hinaus aus Texten wesentliche Inhalte extrahieren können. In praktischen Übungen trainierten die Schüler ihre Augen und wendeten von der Vortragenden erläuterte Strategien und Techniken an. Hilfreiche Hinweise und professionelles Feedback seitens der Trainerin trugen nicht nur zur hohen Motivation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei, sondern führten tatsächlich schnell zu einer deutlichen Verbesserung des individuellen Lesetempos. Im Anschluss an die Mittagspause fand ein naturwissenschaftlicher Vortrag mit dem Titel „Faszination Vogelzug“ statt. Der Referent Prof. Dr. Franz Bairlein gilt als der berühmteste deutsche Vogelforscher und präsentierte in einem lebendigen Vortrag die neuesten internationalen Forschungsergebnisse über das Zugverhalten der Vögel. Im Anschluss diskutierte er mit den Schülern über die naturwissenschaftlichen Methoden der Erkenntnisgewinnung und stellte sich den zahlreichen Fragen zu seinem Forschungsgebiet.

 (Foto: M. Strauß)

  1. Vortrag „Zugvögel im Klimawandel“

Prof. Dr. Franz Bairlein gilt als der berühmteste deutsche Vogelforscher. Vor über 70 interessierten Zuhören in der Aula veranschaulichte er in einem wissenschaftlich fundierten Vortrag, inwiefern der derzeit allgegenwärtige Klimawandel deutliche „Fingerabdrücke“ auch in der heimischen Vogelwelt hinterlässt. Im Zusammenhang mit seinen Forschungsschwerpunkten erläuterte Prof. Dr. Franz Bairlein unter anderem das veränderte Zugverhalten heimischer Vögel und wie sich Zugstrecken, Aufenthaltszeiträume, die Brutbiologie und damit direkt die Überlebenschancen von Zugvögeln durch den Klimawandel verändern. Sie kehren z.B. im Frühjahr früher aus ihren Winterquartieren zurück oder ihre Abzugszeiten im Herbst verändern sich. In Kombination mit einer erhöhten Durchschnittstemperatur in vielen Ländern, einem dadurch veränderten Nahrungsangebot und gleichzeitig immer weniger Regen unter anderem im Mittelmeergebiet ergeben sich dramatische Folgen für Zugvögel. sich die Natur und auch die Tierwelt in Zeiten des Klimawandels drastisch verändern. Zum Schluss diskutierte Prof. Bairlein die Anpassungsfähigkeit der Vogelarten. Diese sei jedoch nur gegeben, wenn viele Individuen der jeweiligen Art sowie unterschiedliche Lebensräume vorhanden sind. Daher müsse Lebensraumschutz die oberste Maxime des Handelns sein.  

               

(Fotos: M. Schaller)

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